Produktivität | Eine Einführung durch Reduktion | André Wehr
Traction | Buch-Review
17. September 2016
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27. Dezember 2016
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Produktivität – Eine Einführung unter dem Blickwinkel von Reduktion

 
„Konzentriere Dich darauf, produktiv zu sein, nicht geschäftig“ (Timothy Ferris)
 
Kennst Du dieses Szenario: Ich habe die ganze Woche total Gas gegeben und dannn komme ich irgendwie zu der Frage „Was habe ich eigentlich wirklich geschafft?“. Diesem für mich nicht wirklich zufriedenstellenden Phänomen habe ich mich vor einigen Wochen angenommen und seitdem einiges an meiner Herangehensweise von To Do’s verändert.

Ausschlaggebend und die eigentliche Basis war für mich die Lektüre des Buches „Getting Things Done“. Ich möchte Dich gerne mitnehmen auf eine Einführung zu den Themen Produktivität und Reduktion, weil ich merke, dass beides sehr eng miteinander verknüpft ist.
 

Ich muss noch...

Wie oft kommt uns dieser Satz, gedanklich oder tatsächlich, über die Lippen? Sehr oft ging es mir so, dass dann einige dieser Aufgaben oder Informationen in meinem Kopf gespeichert, andere im Kalender, in den digitalen oder Print-Notizen vorhanden waren. Alles zusammen führt zu regelmäßig zu Frustration, wenn ich mir immer vorstelle, ach die Liste an Aufgaben ist ja unendlich und mir fällt ständig noch etwas neues ein.

Ein dagegen positiv geprägtes Szenario kennst Du wahrscheinlich ebenso wie ich. In den letzten Tagen bevor man sich in die Urlaubszeit verabschiedet, bereitet man alles ordentlich vor. So kann der Vetreter in meiner Abwesenheit oder auch ich nach meiner Rückkehr aus dem Urlaub geordnet und effizient weiter arbeiten. Mit diesem Gefühl, den Schreibtisch, das Mailpostfach und weitere Elemente einmal aufgeräumt zu haben, verbinde ich eine gewisse Genugtuung und es fühlt sich einfach gut an.

Der erste Anreiz, den auch die Getting Things Done Philosophie verfolgt, ist es, Deinen Kopf frei von den ToDo-Erinnerungen zu kriegen und diese stattdessen auf eine sichtbare Liste oder in ein Tool zu verpacken.
 

Mono- oder Multitasking

Im Laufe des Lebens nimmt jeder von uns Gewohnheiten an, die teils gut, aber auch zum Teil schlecht sind. So verhält es sich gerade bei der Produktivität mit dem Multitasking. Wir arbeiten an einem hochkomplexen Excel-Sheet, beantworten nebenbei noch eine kurze Email und dann klingelt zu guter Letzt noch das Telefon, an das wir wie selbstverständlich auch dran gehen.

Unsere Gehirne sind jedoch nicht dafür ausgelegt, sie mit vielen Informationen parallel zu bombardieren. Dadurch werden sie nur langsamer und die Qualität unserer Tätigkeiten leidet darunter. Der Neurowissenschaftler Earl Miller vom MIT beschreibt, dass unsere Gehirne einfach nicht dafür aufgebaut sind, um mehrere Aufgaben gut zu meistern. Wenn die Menschen denken, dass sie Multitasking betreiben, dann wechseln sie eigentlich nur zwischen mehreren Aufgaben sehr schnell hin und her. Und jeder dieser Wechsel kostet Aufmerksamkeit. Hier der komplette Bericht im Guardian.
 
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Erste Schritte

Eine tolle Infografik über Produktivitäts-Hacks hat Wrike hier zusammengestellt. Zum Starten ein paar ausgewählte, die auch bei mir gute Dienste tun.

Fokus

Lass Dein Telefon verstummen
Mach regelmäßige Pausen
Arbeite in unterschiedlichen Umgebungen

Spare Zeit

Halte fest, wofür Du Zeit verwendest
Schalte soziale Medien aus (zumindest für die Arbeit)
Stoppe Multitasking

Priorisiere

Stephen Covey’s Matrix
Kreative Arbeit zuerst
Gehe Deine morgige ToDo Liste heute bereits (gedanklich) durch

Werde motiviert

Halte Dir Deine abgehakten Aufgaben ab und zu mal vor
Finde Deine biologische Prime Time, in der Du am besten funktionierst
Halte Deinen Prozess sichtbar und feiere auch kleine Erfolge
 

Ein erstes Tool

Wunderlist

Diese App (und auch SaaS) für To-Do Listen ist sehr einfach zu benutzen. Du brauchst eigentlich kaum oder keine Einführungszeit. Du kannst Dir auf die einzelnen ToDo‘s Fristen legen, mit anderen Nutzern teilen und über die App die Listen besprechen. Perfekt auch für Paare, Teams und Arbeitskollegen. Einkaufslisten, Filme die ihr noch sehen wollt oder Projekte, die ihr plant. Hier geht es zur Website.

Ich habe in der Vergangenheit schon einige Alternativen ausprobiert. So richtig begeistert hat mich selbst keine so richtig. Mit Wunderlist bin ich jetzt seit wenigen Wochen in Getting Things Done und damit eine stressfreie Produktivität eingetaucht. Es macht riesigen Spaß und ich werde Dir demnächst davon mehr berichten.
 
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Zusammenfassung

Gerade mit den immer stärker wachsenden Datenmengen und den Veränderungen der menschlichen Arbeit ist die Produktivität und das Messen derer eine andere als noch vor 100 Jahren. Die Forschung und auch die Entwicklung technischer Möglichkeiten unterstützt uns dabei, sich bewusst darauf einstellen zu können und auch eine stressfreie Produktivität zu erreichen.
 

Ausblick

In Kürze gehe ich tiefer auf die GTD (Getting Things Done) Philosophie ein und beschreibe anschaulich, wie ich diese selbst in meinen Alltag integriert habe.

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