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18. Mai 2017
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Warum lautes Vermarkten manchmal hilfreich ist – aber oft auch nicht

lautes vs. dezentes Vermarkten
 
Geht es Dir ähnlich wie mir? Wenn Werbemaßnahmen auf Dich einwirken, dann zeichnen diese sich durch so eine wenig greifbare Aufdringlichkeit aus. In Gesprächen mit etlichen Leisetretern von Unternehmern, Freelancern und Marketern wurde mein subjektives Bild bestätigt.
Ich wollte das zum Anlass nehmen, in diesem Artikel mal ein wenig was aufzuarbeiten, was schon länger brodelt.

Die Dimensionen von LAUT

Dieser Abschnitt soll mal ein wenig in das Thema einstimmen und das Bewusstsein dafür schaffen, in welchen Situationen sich jeder von uns regelmäßig mit lauter Vermarktung begegnet sieht. Laut verwende ich deshalb, weil es mir am griffigsten erscheint und in mehreren Dimensionen funktioniert, wenn doch ich eigentlich die Lautstärke weniger meine.

1. Audio

Fürs Ohr, ja da könnte man meinen, es wäre jetzt der Schalldruck in Dezibel oder die Lautstärkeeinheit Phon. Da gibt es sicher auch einige Beispiele davon. Das was ich hier eingängiger finde, sind mit Informationen beladene Spots, bei denen es einfach schwer ist, ihnen zu folgen.
Das hier gezeigte Beispiel finde ich persönlich noch akzeptabel und dann doch eher zum schmunzeln. So dass es wirklich im Kopf bleibt.

 
 

2. Visuell

Rein für das Auge gibt es so etwas wie „laut“ ebenfalls. Ob in Plakatwerbung, Websites oder Werbe-Broschüren. Riesige Schriften, fett, in Kapitälchen und dann teilweise in einer Farbkombination, die aggressiv machen. Ein Beispiel für eine Website habe ich hier für Dich.

 
 

3. Audio-visuell

Warst Du mal auf dem Hamburger Fischmarkt? Oder auf einem anderen Markt? Da erlebst Du sie häufig. Du stehst gerade noch auf dem anderen Ende des Marktes, da tönt es schon in Dein Ohr. Die Marktschreier, jeder mit einem noch besseren Angebot.
Sie sind für mich der Inbegriff des lauten Verkäufers. Auch wenn einige unter ihnen neben ihrem Beruf auf dem Markt beachtliche weitere Karrieren z.B. als Verkaufstrainer hingelegt haben, wie der Aale-Dieter zum Beispiel. Den lautesten Schreihals habe ich in diesem Video gefunden. Glaub mir: 20 Sekunden genügen für ein Schmunzeln und einen Eindruck, ob Du jetzt kaufen möchtest oder eben nicht.

 
 

4. Unterbewusst

Du kennst sie oder ihn. Wir alle kennen mindestens eine Person von diesem Typ. Jemand, der ohne wirklich abzuliefern, sich oder seine Taten immer nach vorne stellt und sich damit recht offensiv und laut vor die anderen stellt.
Da ist dann recht häufig einfach Bullshit-Talk enthalten, der den Gesprächsteilnehmern erst im Nachhinein oder eventuell gar nicht auffällt, alle anderen aber blass aussehen lässt.

Begriffsabgrenzung

Offensives Marketing

Eine offensive Marketing-Strategie versucht, den Markt anzugreifen, indem sie die Schwächen des Wettbewerbs anspricht und die Stärken des eigenen Unternehmens im Vergleich dazu unterstreicht. Dies kann sowohl laut als auch dezent erfolgen.
Laut zum Beispiel, indem bei einem fokussierten Angriff die Produktinformationen auf den (potenziellen) Kunden eingehämmert werden und dadurch ganz gezielt die schwächeren Bereiche des Wettbewerbs ans Tageslicht kommen.
Mit der Formel POISE haben Prof. Dr. Meyer (Uni München) und Prof. H. Davidson (Oxford Corporate Consultants) in ihrem Buch „Offensives Marketing“ einen Weg aufgestellt, um Profitabel, Offensiv, Integrativ, Strategisch und Effektiv in der Vermarktung vorzugehen.

Defensives Marketing

Eine defensive Marketing-Strategie ist weitgehend reaktiv hinsichtlich der Konkurrenz oder der Ereignisse im Markt. Dieses verteidigende Vorgehen eines eher etablierten Unternehmens kann ebenso laut wie auch dezent erfolgen.

Dezente Vermarktung und gerade dadurch wirkungsvoll auffallen

Wer sollte es besser wissen als die Leisetreter unter den Unternehmern und Selbständigen dieser Welt. Ja, die Introvertierten, die sich und ihre Produkte und Services an den Mann oder die Frau bringen wollen. Dazu folgende Impulse.

1. Teile das was Dich, Dein Team, Dein Business stark macht

Es gibt viel über Authentizität, Verwundbarkeit und Ehrlichkeit zu erzählen. Aber alles in Grenzen. Klar kannst Du die ehrlichen und verletzlichen Momente mit Deiner Kundengruppe teilen. Da dies auch zu einer Rückfahrkarte werden kann, gilt es hier mit feinen Antennen zu filtern.

2. Die eigene Story

Setze Dich nicht unter Druck. Erzähle Dein Why, How, What immer wieder ohne Verkrampfung und Du wirst merken, dass es prägnanter, kürzer und schlüssiger wird. Gerade das Feedback von außen, das Du Dir auch regelmäßig einfordern solltest, hilft, um wieder klar sehen zu können.

3. Persönliche Kooperationen und Partner finden

Partnerschaften sind eine tolle Möglichkeit, nachhaltig und langfristig Empfehlungen aussprechen zu können oder gemeinsame Projekte angehen können. Der Einstieg gelingt beispielsweise über gemeinsame Mittagessen zu zweit. Das Angebot dazu lässt sich leicht auf der Website oder in einem Social Media Profil platzieren.

4. Finde Dein Medium, Deinen Kanal

Ich selbst weiß ich bin nicht der beste Redner. Große Gruppen, Events und Konferenzen gehen für einen begrenzten Zeitraum und dann benötige ich einfach auch wieder Zeit zum Regenerieren. Dagegen weiß ich mittlerweile recht genau, in welchen ganz wenigen Kanälen ich mich wirklich wohlfühle. So macht es Sinn, dass Du für Dein Business auch die Kanäle herausfilterst, die Deine Zielgruppe erreichen und die auch Dir Freude bereiten.

Wann die laute Vermarktung sein kann oder sogar muss

Deine Zielgruppe entspricht genau dem Typ Mensch, den die extrem auffallenden Botschaften stimulieren, erheitern, bestätigen.

Long Story Short: Frag Deine Kunden

Wenn Du bereits einen ersten Kundenstamm hast und weiter mit ihnen arbeiten möchtest, dann gehe vielleicht ganz offen auf diese zu. Frage ganz aufrichtig, wie sie Dein Marketing und Dein Sales wahrgenommen haben. War es ihnen laut, anstrengend oder total aufregend und sie waren sofort gefesselt.
Oder sprich mit potenziellen Kunden, falls Du noch keinen wirklichen Stamm aufgebaut hast. Wie nehmen sie Kommunikationsmaßnahmen wahr? Was fehlt ihnen oder was ist zu viel?
Hier kannst Du ansetzen.

Ich wünsche Dir tollen Austausch mit Deinen Kunden
 

Marketing und Vertrieb muss nicht laut sein!

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